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Hohe Schlüsselblume

(Primula elatior)

III — V Home Edellaubwälder, frische Wiesen
10 — 30 cm indigen LC
Primula elatior
Synonyme: Primula veris ssp. elatior, Himmelsschlüssel, Hohe Primel, Wald-Primel. Hemikryptophyt, mont-sa. Der Blütenstand ist eine gestielte Dolde, die Blüten sind schwefelgelb. Der Kelch liegt der Krone eng an. Der Stängel, die Laubblätter und die Blütenstiele sind behaart. Die Laubblattspreite ist abrupt in einen geflügelten Blattstiel verschmälert (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor, ist aber im nördlichen Alpenvorland beinahe gefährdet, im südöstlichen Alpenvorland stark gefährdet und im pannonischen Raum gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Im Bild hier wird die Himmelsschlüssel von den Blättern des Bärlauchs flankiert. Aufnahme: 22.03.2014 Pucking
 
Standort
Sie kann wie die Echte Schlüsselblume als Heilkraut gegen Husten verwendet werden. Junge Blätter können auch eine Frühlingssuppe aufwerten (Lit).
 
Blüten
Aufnahmen: 03.04.2020 Pucking
 
Habitus
Aufnahme: 06.04.2008 Pucking
 
Kelche
Aufnahme: 18.04.2022 Puckinger Leiten
 
Habitus
Koordinaten des Standortes: 48°13'21,11"N, 14°16'14,76"E. Aufnahme: 18.03.2024 Auwald bei Haid
 
Kapselfrüchte
Koordinaten des Standortes: 47°41'55,06"N, 14°14'2,25"E. Aufnahme: 15.07.2024 Schafferteich

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"927. P. elatior Jacq. (P. veris β elatior fl. dan. 434. Hohe P. — Grosse Schlüsselblume.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief oder senkrecht, zaserig. Blätter grundständig, eilänglich oder eirundlich, mit abgerundeter oder herzförmiger Basis in den Blattstiel herablaufend und denselben flügelnd, nur selten einige keilförmig zulaufende untermischt, ausgefressengezähnt, stumpf, gleichfarbig, gelblichgrün, oberseits oder beiderseits zerstreutbehaart oder unterseits dichtflaumig, in der Jugend zurückgerollt, später flach, sehr runzelig. Stengel 0,5 — 1' hoch, aufrecht, blattlos, sammt den Blüthenstielen und Kelchen kurzbehaart, an der Spitze eine meist vielblüthige, einseitig nickende, gedrungene Dolde tragend. Blüthenstiele ungleich, die inneren kürzer. Deckblätter der Blüthenstiele eilanzettlich oder lanzettlich, zugespitzt. Kelche 5kantig, walzlich, grasgrün, kürzer als die Kronröhre. Zipfel eiförmig oder eilanzettlich, zugespitzt. Kronen von schwachem süsslichem Geruche. Saum 8 — 12''' im Durchmesser, flach ausgebreitet, sattschwefelgelb mit orangegelbem Schlunde, getrocknet: kupfergrün. Kapseln so lang als der Kelch oder etwas länger. Unterscheidet sich von P. officinalis durch den flachausgebreiteten, nicht beckenförmigen, schwefelgelben Kronsaum und die nicht aufgeblasenen Kelche.
April — Mai, auf Alpen noch im Aug.


Auf fetten Grasplätzen, Wiesen, unter Obstbäumen, in Hohlwegen, Auen, über Gneiss, Granit, Quarzfels, Alluvium, Wienersandstein, Kalk u. s. w., sowohl in niedrigen als bergigen Gegenden und selbst in der Voralpenregion gemein, meist in grossen Heerden. Zu Linz selbst häufig in Grasgärten und den benachbarten Wiesen. Steigt in die Alpen und erscheint gleich nach schmelzendem Schnee, z. ß. auf der Gradalpe bei
Michldorf über Grestnerkalk bis 4000' u. s. w."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 212), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 16.02.2026

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